Ortsgeschichte

Unser Heimatdorf Hochborn, bis zum Jahre 1938 zum Kreis Worms, jetzt aber zum Kreis Alzey gehörend, liegt ungefähr 290 m über dem Meere auf einer sich an den Kloppberg anlehnenden Hochebene. Es zählt zu den höchstgelegensten Dörfern Rheinhessens und hat heute rund 500 Einwohner.

Über die Entstehungszeit kann nichts Bestimmtes angegeben werden. Der Name unseres Ortes begegnet uns, wie wir feststellen konnten, zum ersten Male in der Geschichte in Urkunden des Urkundenbuches des Klosters Lorsch am Rhein. Demzufolge wurden dem Kloster am 23. April 782 durch Theo und Anthilde von Blatmarsheim 15 Morgen Ackerland und eine Wiese zum Geschenk gemacht. Diese Schenkung wurde noch vermehrt, indem am 9. Oktober 788 dieselben "Donatoren" dem Kloster andere Güter überwiesen, die sie in der Blatmarisheimer Gemarkung besaßen. Hier wurde also erstmals unser Dorf unter seinem ursprünglichen Namen erwähnt. Er mag sich auf den Namen der Sippe eines Franken namens Blatmar oder Blitter beziehen, die sich das Dorf als Wohnsitz erwählt hatten.

Weitere Nachrichten von Hochborn sind im Laufe der Jahrhunderte ziemlich spärlich zu finden, da es in der damaligen Zeit ein sehr kleines Dorf, in der Hauptsache aus 3 großen Gutshöfen und den um diese herum angesiedelten Hörigen (Arbeitern) bestand. Ferner war Hochborn sehr arm, da dessen Gemarkung zum größten Teil aus Wald und Sumpf bestand, was heute noch alte Gewannennamen erkennen lassen. So wurde gewöhnlich der Name unseres Dorfes nur bei Abschluss von Verkäufen, bei Schenkungen, kirchlichen Angelegenheiten und dergleichen erwähnt.

Unser Ortsname erlebte viele Veränderungen.

Es heißt nach alten Urkunden:

782 Blatmarsheim
788 Blatmarisheim
789 Blittersheim
1070 Blettenesheim
1261 Bleidinsheim
1341 Bledinsheim
1348 Bledensheim
1427 Plödesheim
1497 Bledesheim
1602 Blödeßheim
1613 Blödesheim
und seit 1971 Hochborn

Aus der politischen Geschichte des Dorfes ist sehr wenig bekannt. Sicher gehörte es etwa 400 Jahre lang zur Pfalz. Dies ergibt sich schon aus einer Urkunde vom 26. Juli 1401, wodurch König Ruprecht dem Hans von Roßheim das Dorf Bledesheim mit Gericht und Zugehör übertrug. Das Weistum des Ortes sagt ausdrücklich:

"Der Durchleuchtigst Hochgebohren Fürst vnd Herr, Herr Friedrich IV., Pfaltzgraf Bey rhein, des H. Römischen Reichs Ertz Truchseß vnd Churfürst, Herzog in Bayern, vnd ihrer Churfürstlichen gn. Erben vnd Nach Kommen sind vnd bleiben dieses Dorffs Bezirckt vnd gantzer gemarken rechter natturlicher erblicher Grundherr, wie es danen auch ihrer Churfürstlichen g. vnd derren Erben einenthumb- lich angehörig vnd zuständig ist."

"Ferner wird dem Kurfürsten das Gericht über "Hals vnd Bain" Gebott vnd Verbott, gericht vnd Gerechtigkeit" zugesprochen, Auch stehe ihm das Recht zu, "alle Hoch vnd niedere frevell…setzen, abzusetzen vnd zu begnädigen"; ebenso "alles Jagens gerichtigkeit, Zug vnd Flug, Mann vnd Bann".

Durch den Friedensschluß von Campo Formeo am 17. Oktober 1797 wurde das ganze linke Rheinufer an Frankreich abgetreten. Unter französicher Herrschaft ging dann die Selbständigkeit von Hochborn verloren. Unser Dorf wurde der Mairie (Bürgermeisterei) Monzernheim zugeteilt. Die Gemeinde wurde dort durch den Beigeordneten (Adjunkt) vertreten. Nach den Befreiungskriegen (1814) fiel unsere Gegend wieder an Deutschland zurück und seit 1916 gehörte dann Rheinhessen, also auch unsere Heimatgemeinde zum Großherzogtum Hessen. Heute, gehören wir zum Regierungsbezirk Rheinhessen im Bundesland Rheinland-Pfalz.

Eine alte Hochborner Postkarte

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Bürgermeister erhielt Hochborn erst wieder in Jahre 1832.

Zunächst war es:

Georg Ochs, der von 1832 - 1837 amtierte,
Seine Nachfolger waren:
1837 - 1853 Christian Jene
1843 - 1853 Jacob Claß
1853 - 1882 Georg Ochs, Sohn des 1. Bürgermeisers
1883 - 1899 Philipp Schaffner
1899 - 1914 Peter Schaffner, Sohn des Letztgenannten

 1914 - 1930
Jacob Jene II 
         jene jacob      

1930 - 1945

Ludwig Claß 

 Claß

nach dem Umsturz, kommissarisch:
Jacob Flörsch, Peter Blum
und nach den ersten Wahl:

1946 - 1974
Johann Georg Dürkes

 Dürkes
1974 - 1999
Ludwig Abel
Abel
1999 - 2004
Kurt Knell
 Knell
Seit 2004
Herwarth Mankel
 BGM
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